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Unbegrenzter Speicher? Amazon Cloud und das Porno-Problem

Es ist Mittwoch, die Hälfte der Woche ist geschafft. Da darf es auch gern mal etwas zum Schmunzeln sein! Im Marketing werden viele Aussagen getätigt, die als Feature die User anlocken sollen. Da spricht auch nichts dagegen, wenn diese Aussagen auch der Wahrheit entsprechen. Einige Kunden nehmen das dann auch sehr ernst und testen, ob Versprechungen eingehalten werden – und damit rechnen wiederum die Anbieter nicht. Klingt verwirrend? Ist es nicht. Vielmehr ist es eigentlich ganz lustig, was beim Cloud-Service von Amazon passiert ist.

Amazon hat bei seinem Cloud-Service ein Versprechen gemacht, das den User „Beaston02“ sehr reizte: Für einen wirklich überschaubaren Jahresbetrag lockt Amazon Drive mit unbegrenztem Speicherplatz für Bilder, Videos und Dokumente. Als Amazon das Angebot formulierte, rechnete man wohl nur mit der üblichen Menge an Bildern und Videos vom letzten Familienurlaub – aber nicht damit, dass jemand seine sehr ausgedehnte Porno-Sammlung dort sicher. Der schon erwähnte „Beaston02“ brachte in Folge sechs Monate damit zu, Pornos auf den Cloud-Speicher zu laden und kam auf eine beachtliche Menge von 1,8 Petabyte. Das entspricht bei HD-Qualität einer Spiellänge von 900.000 Stunden oder einfacher gesagt 103 Jahren.

Beaston02 stieß damit aber tatsächlich nicht an die Grenzen – er hätte noch mehr hochladen können. Ihm ging jedoch der Spaß bei der Aktion verloren und so führen andere das Projekt von ihm nun weiter und versuchen, Grenzen zu finden. Beaston02 betont inzwischen, dass er kein Suchtproblem in Bezug auf die Pornos hat, sondern das Horten von Daten einfach eine Sammelleidenschaft ist. Und mit dem Hochladen der Sammlung wollte er natürlich auch nur prüfen, ob Amazon sein Versprechen hält. Es war also alles ganz uneigennützig. So sagt er zumindest.

Amazon bietet übrigens inzwischen nicht mehr unbegrenzten Speicherplatz an, sondern hat das Angebot auf 1 Terabyte limitiert. Für den Privatgebrauch immer noch mehr als nur ausreichend – die Pornosammlung muss dann halt doch an anderer Stelle gesichert werden!

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