Googles Adblocker – harmlos oder nicht?

Über Googles neuen Adblocker, der im Chrome-Browser verankert ist, gab es in den letzten Wochen viele Nachrichten. Auch hier im Blog haben wir schon darüber geschrieben und waren wie alle gespannt, wie schlussendlich die Filterung der Werbung umgesetzt wird und ob vielleicht sogar Vor- oder Nachteile im Ranking bei Google möglich sind aufgrund der verwendeten Werbemittel. Jetzt gibt es die finalen Infos zum Start des Adblockers.

Am 15. Februar ist es soweit: Google aktiviert seinen Adblocker. Wer das Chrome-Update auf Version 64 gemacht hat, hat auch den Adblocker schon, jedoch war er bisher ohne Funktion. Zum oben genannten Datum wird sich das nun ändern – und der Adblocker wird künftig seine Arbeit automatisch verrichten. Als User hat man natürlich die Möglichkeit, das Feature auch zu deaktivieren oder auf seine Bedürfnisse einzustellen. Jedoch ist auch klar, dass das wohl kein herkömmlicher User, also auch unsere Kunden, tun wird.

Wie schon in anderen Artikeln erwähnt, arbeitet der Google Adblocker nicht wie andere Programme dieser Art. Er filtert nicht grundsätzlich alle Werbeanzeigen heraus, sondern richtet sich nach der Bewertung von Coalition for Better Ads. Und die hat im Laufe der Zeit 12 Werbeformate als verboten eingestuft. Und genau auf diese Werbeformate springt dann auch der Google Adblocker an. Und genau kommen auch die Fragen auf. Was passiert, wenn man eines dieser Werbeformate einsetzt?

Im ersten Schritt nicht viel mehr als das eine Warnung ausgesprochen wird. Als Website-Betreiber sollte man dann innerhalb der nächsten 30 Tage das Anzeigenformat von der Seite entfernen, ansonsten wird der Adblocker richtig aktiv und blockiert daraufhin alle Werbeanzeigen, die auf der Domain laufen. Wie jetzt aber bekannt wurde, wird das wohl so nicht passieren, wenn es nur eine einzige Anzeige ist, die gegen die Richtlinien verstößt. Es gibt also einen Graubereich.

Darüber hinaus dürften wohl wirklich die wenigsten Seiten Probleme bekommen. Der Adblocker gilt nur für Kanada, Europa und die USA und während einer Untersuchung, die mit 100.000 Websites durchgeführt wurde, gab es nur für 0,6 Prozent der Seiten überhaupt eine Warnung. Es dürfte also kein großes Problem sein, sich nach den Richtlinien zu halten. Und wenn man es dennoch nicht tut, so soll es zumindest keine negativen Auswirkungen auf das Ranking in der Google Suchmaschine haben.

Derzeit muss sich also vor dem Adblocker niemand fürchten. In welche Richtung er sich jedoch entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

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