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Browser-Erweiterungen immer öfter auf dem Prüfstand

Browser-Erweiterungen sind in den meisten Fällen vor allem eins – nützlich! Sie statten den Browser mit Zusatzfunktionen aus, die das Arbeiten erleichtern und somit Zeit sparen. Deshalb werden die Erweiterungen auch vielfältig genutzt, im Business-Umfeld genauso wie auch im privaten Bereich. Doch nicht immer ist alles gut, was als Erweiterung dem Browser hinzugefügt werden kann. Vielmehr hatten wohl nur wenige Browser-Hersteller bisher genau darauf geschaut, was an Erweiterungen in ihre Stores kam. Das scheint sich nun zu ändern!

Schon in der letzten Woche kündigte Google an, über den Chrome Web Store Kinder mehr vor nicht altersgerechten Inhalten schützen zu wollen und daher Erweiterungen, die nicht jugendfrei sind, rigoros für sie zu sperren. Nun kam die nächste Meldung, die den Stopp der Veröffentlichung von kostenpflichtigen Chrome-Erweiterungen ankündigt. Grund dafür ist ein spürbarer Anstieg von betrügerischen Transaktionen, die so erst einmal eingedämmt werden sollen. Erweiterungen, die Abonnements oder kostenpflichtige Inhalte anbieten, werden nun erst einmal automatisch abgewiesen, bis eine Lösung für das Problem gefunden wurde. Einen Zeitplan konnte man dafür aber noch nicht benennen.

Aber nicht nur Chrome hat Probleme mit den Eweiterungen. Auch Mozilla meldete jetzt, dass fast 200 Add-ons für den Firefox Browser gelöscht oder blockiert wurden. Laut Mozilla enthielten diese schadhaften Code, griffen ungewollt auf Nutzerdaten zu oder enthielten verschleierten Quellcode. Da dies alles eine mögliche Gefährdung für User sein kann, hat man diese Add-ons für den Firefox-Browser in den letzten zwei Wochen entfernt – auch für die User, die diese installiert hatten. Es kann also gut sein, dass der eine oder andere jetzt auf lieb gewonnene Funktionen verzichten muss.

Überraschend dabei: Die mehr als die Hälfte der potentiell schädlichen Erweiterungen (insgesamt 129) stammen von einem Anbieter. Der B2B-Software-Anbieter 2-Ring hat mit ihnen gegen die Mozilla-Richtlinien für Add-ons verstoßen und somit die Löschung verursacht. Grund waren hier wohl Daten, die von einem anderen Server nachgeladen wurden und auch Code, der ausgeführt wurde. Andere Erweiterungen wiesen ähnliche Mängel auf oder enthielten sogar gefälschte Premium-Produkte oder sammelten Nutzerdaten. Um den Entwicklern zu helfen, ihre Add-ons anzupassen, veröffentlichte Mozilla Listen mit den betroffenen Erweiterungen.

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