Google bezahlt teuer für festen Platz

Für uns alle ist es ganz normal, Google auf allen Geräten zu nutzen. Ob Desktop oder mobil – eigentlich ist die Suchmaschine überall als Standard eingerichtet und nur die wenigsten ändern etwas daran. Damit das auch weiter so bleibt, muss Google aber mitunter einen hohen Preis zahlen. Zum Beispiel an Apple, die sich den Platz für die Standard-Suchmaschine mehr als nur gut bezahlen lassen. Denn nur aus Gefälligkeit ist Google hier nicht als Standard im Safari-Browser sowie auch im iOS eingestellt.

Statistiken zeigen, Kunden mit Apple-Endgeräten für mehr als die Hälfte der Werbeumsätze bei Google verantwortlich ist. Wie man sich denken kann, ist das nicht gerade wenig. Das weiß auch Apple und nutzt diese Macht, um Google kräftig zur Kasse zu bitten. In 2018 sollen vom Suchmaschinenriesen 9,5 Milliarden Dollar nach Cupertino überwiesen worden sein. Und zwar einzig zu dem Zweck, weiter die Nummer Eins Suchmaschine auf den Geräten zu bleiben. Das haben Analysten von Goldmann Sachs jetzt bekannt gegeben. Eine Summe, die man sich nur schwer vorstellen kann.

Wie sie berechnet wird, ist auch nicht bekannt. Bis 2017 hat Google jährlich 1 Milliarde Dollar gezahlt – und das soll 30 % der Einnahmen aus der Suche gewesen sein. In 2017 hat sich dann die Zahlung schon auf 3 Milliarden verdreifacht, nun sind es über 9 Milliarden. Es ist nicht anzunehmen, dass die Einnahmen ähnlich rasant angestiegen sind. Bedenkt man dann, das Google im letzten Jahr auch noch 3,5 Milliarden an Samsung gezahlt hat, fragt man sich, wie lange die Preise noch hochgeschraubt werden können.

Auch Google scheint sich diese Frage wohl zu stellen und ist vielleicht irgendwann auch nicht mehr bereit, diesen Preis zu zahlen. Das würde zumindest erklären, warum die Google-Suche in immer mehr Apps integriert wird. So wäre die Nutzung auch dann für die User problemlos möglich, wenn Apple einer anderen Suchmaschine den Vorrang gibt. Allerdings stellt sich da auch die Frage, wer auch nur annähernd solche Preise zahlen würde, wie es Google derzeit tut.

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