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SERPs werden unterschiedlich gelesen

Kannst du dich noch an die Zeiten erinnern, in denen Google die Suchergebnisse immer gleich ausgegeben hat? Da gab es Werbeanzeigen nur an der Seite, die Suchergebnisse selbst waren jedoch eine einfache Auflistung, ohne Ablenkungen wie Shopping-Anzeigen, Featured Snippets und anderes. Zu jenen Zeiten wurden die Suchergebnisse von den Usern relativ gleich wahrgenommen und vor allem gelesen. Fast 60 Prozent aller Google-Nutzer lasen damals die Seite ganz einfach von oben nach unten. Das sorgte vor allem dafür, dass derjenige, der sich den ersten Platz für das Keyword erkämpft hatte, mehr als 50 Prozent aller Klicks auf der Seite für seine Website verzeichnen konnte. Die weiteren Plätzen fanden schon kaum noch Beachtung, was es für die Seitenbetreiber nicht immer einfach machte.

Doch wie sieht es heute aus? Je nach Suchbegriff sind die SERPs inzwischen sehr unterschiedlich aufgebaut und es mischen sich viele andere Elemente unter die eigentlichen Suchbegriffe. Bei Suchen mit regionalem Bezug sind die MyBusiness-Einträge sehr prominent, bei anderen Suchen werden die Shopping-Anzeigen eingebunden, auf Ergebnisse in der Bilder-Suche hingewiesen oder aber Maps bzw. auch Knowledge-Panel ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Sehen die Google-Sucher die Suchergebnisse dann immer noch so, wie vor einigen Jahren? Nein! Es hat sich grundlegend verändert, wie User die SERPs lesen.

Wie in einer Nielsen-Studie heraus gefunden wurde, gleicht das Leseverhalten der User heute einer Flipperkugel. Die Augen verfolgen die Ergebnisse nicht mehr von oben nach unten, sondern springen viel mehr hin und her und nehmen die einzelnen Elemente der Seite in unterschiedlicher Reihenfolge wahr. Das sorgt auch dafür, dass der erste Platz in den Suchergebnissen zwar immer noch eine große Rolle spielt, aber auch die Seiten, die auf den Plätzen zwei bis fünf stehen, werden jetzt häufiger wahrgenommen und somit geklickt. In Zahlen heißt das: 40 – 80 Prozent der Suchenden nehmen die ersten fünf Suchergebnisse wahr und es besteht für diese eine 10-20-prozentige Chance, auch geklickt zu werden.

Es verändert sich also nicht nur das Suchverhalten der User, sondern auch die Wahrnehmung der SERPs. Das sorgt für mehr Chancen für Website-Betreiber, zeigt allerdings auch, dass man bei den Neuerungen am Ball bleiben muss. Schon eine kleine Änderung bei Google kann massive Auswirkungen in den Klickzahlen nach sich ziehen.

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