Verbrannte Domains?

Oft bietet sich die Gelegenheit, eine vermeintlich gut Domain zu einem Schnäppchenpreis zu kaufen. Dann schlägt man auch schon mal zu, ohne zu recherchieren, wie diese Domain eigentlich dasteht. Gerade wenn man Besucher über Suchmaschinen gewinnen möchte, ist das eigentlich Pflicht, aber wird halt auch gern mal übergangen. Spaß machen diese Recherchen nur selten. Spätestens dann, wenn die Website auf der Domain trotz aller Bemühungen nicht rankt, kommt der Frust. Doch ist dann wirklich schon alles verloren?

Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, warum eine Domain bei Google in Ungnade fällt. Illegaler Content, Piraterie, Black Hat SEO und ähnliches sind dabei die häufigsten Ursachen und können eine Domain schon mal richtig verbrennen. Das muss jedoch nicht das Ende der Domain sein, wie Google Webmaster Trends Analyst John Mueller ausführte. Wer eine Domain gekauft hat, die durch den Vorbesitzer negativ behaftet ist, soll seiner Aussage nach vor allem eins tun: abwarten!

Bei der Frage, die John Mueller von einem Domain-Inhaber beantwortete, ging es um eine Domain, die durch Piraterie negativ aufgefallen war. Genau gesagt wurde dort über bis zu zwei Jahre illegaler Content ausgespielt und das blieb bei Google nicht unentdeckt. Wie die Penalties jedoch genau aussahen, ging nicht aus der Frage hervor. Klar war jedoch die Antwort von Mueller, der bestätigte: Es gibt keine wirklichen Resets für Websites! Jedoch ist die Domain auch nicht zwingend verloren, wenn die Probleme nicht über einen zu langen Zeitraum bestanden. Also lief beispielsweise zehn Jahre lang so einiges schief, dann hilft auch kein Warten, sondern die Domain ist durch und kann aufgegeben werden. Bestanden die Probleme nur einige Monate, kann sich da noch einiges regulieren. Das braucht jedoch dann auch Zeit.

Wie lange es genau dauert, bis eine Domain wieder rehabilitiert ist, hat Mueller nicht gesagt. Hier ist aber auch anzunehmen, dass es auf den jeweiligen Fall ankommt. Verallgemeinerungen sind da sicherlich nicht so leicht machbar. Für Webmaster empfiehlt es sich, wirklich vorab zu schauen, wie es um eine Domain steht – oder jede Menge Geduld mitzubringen, falls man doch mal eine eher schlechte Wahl getroffen hat.

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